Vitamin B3 = Niacin = Nikotinsäure

Vitamin B3 = Niacin =  Nikotinsäure gehört zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine, und wird unter europäischen Ernährungsbedingen ausreichend mit der Nahrung aufgenommen.
Niacin ist ein Sammelbegriff für Nikotinsäureamid und Nikotinsäure sowie die Coenzyme NAD (Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid) und NADP (Nicotinamid-Dinucleotid-Phosphat).

Niacin erfüllt seine Hauptaufgabe als typisches Vitamin B bezüglich der verschiedenen Stoffwechsel, und zwar des Eiweiß-, Fett- und Kohlehydratstoffwechsels, und trägt zur Energiegewinnung bei. Es ist an vielen enzymatischen Vorgängen beteiligt und hat auch antioxidative Wirkung. Niacin ist wichtig für die Regeneration von Haut, Muskeln, Nerven und DNS.

Ein Niacinmangel ruft Hautveränderungen, Durchfall und Depressionen hervor. Dieser Symptomkomplex wird nach dem sichtbarsten der Anzeichen als Pellagra (= rauhe Haut) bezeichnet. Wie bei vielen Vitaminen des B-Komplexes tritt ein Mangel hier auch selten allein auf; eher fehlen mit dem Niacin auch andere B-Vitamine.

Sollte es dennoch zu einem leichten Mangel kommen, beispielsweise durch eiweißarme Ernährung oder Absorptionsstörungen, äußert er sich zunächst in unspezifischen Störungen wie Appetitlosigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Reizbarkeit.
Die empfohlene Menge, die über die Nahrung aufgenommen werden soll, liegt bei 10 bis 15 mg Niacin täglich. Weiteres Niacin stellt der Körper aus Eiweiß her, weshalb der Bedarf nur grob geschätzt werden kann. Der Körper verbraucht täglich etwa bis zu 17 mg.

Die Leber kann Niacinvorräte für etwa vier Wochen speichern. Ein Mehrbedarf kann bei bestimmten Krankheiten wie Krebs, bei Schwangerschaft und Stillzeit, bei Störungen des Verdauungssystems, Alkoholismus oder der Behandlung mit bestimmten Medikamenten wie Betablocker vorliegen.