Vitamin B2 = Riboflavin
ist ein Komplex aus mehreren Vitaminen:
-Riboflavin
-Folsäure
-Niacin
-Pantothensäure
Es kommt in der Natur als gelblicher Pflanzenfarbstoff vor und kann nur von Pflanzen und Mikroorganismen gebildet werden. Menschen und Tiere können B2 jedoch über den Dünndarm aufnehmen, in FAD [Flavinmononukleotid] und FMN [Flavinadenindinukleotid] umwandeln und verarbeiten.
Alle vier Bestandteile des Vitamin B2 übernehmen als Coenzyme wichtige Funktionen im Protein- und Energiestoffwechsel. Außerdem spielen sie eine Rolle im Nervensystem, wo sie bestimmte Hormone kontrollieren.
Weil Vitamin B2 so verschiedene Aufgaben hat, führt ein Mangel auch zu unterschiedlichen Störungen. Ein Niacinmangel beispielsweise ruft Hautveränderungen, Durchfall und Depressionen hervor. Diese Symptome werden auch als Pellagra (= rauhe Haut) bezeichnet.
Weitere Beschwerden, die durch schweren Vitamin-B2-Mangel entstehen können, sind Entzündungen der Schleimhäute, Sehstörungen und neurologische Störungen. Bei uns tritt, hauptsächlich bei Jugendlichen, ein leichter Vitamin-B2-Mangel auf, der sich beispielsweise in Schlaffheit, Hautproblemen und Zahnfleischentzündungen äußern kann.
Der Tagesbedarf für Erwachsene liegt zwischen 1,2 und 1,5 mg. Wieviel der Einzelne benötigt, hängt von Geschlecht, Alter, Stoffwechselprozessen und Gewicht ab.
Das Vitamin muss regelmäßig zugeführt werden, da der Körper Reserven für nur etwa zwei bis vier Wochen anlegen kann. Überschüssiges B2 wird über die Nieren ausgeschieden, bei Überdosierungen sind daher keine schädlichen Nebenwirkungen bekannt. Jugendliche in der Pubertät, schwangere oder stillende Frauen und solche, die die Pille nehmen, Raucher, Vegetarier, Alkoholiker und Menschen, die sich fettreich ernähren und solche mit erhöhter Stressbelastung oder bestimmten Krankheiten haben einen Mehrbedarf an Vitamin B2.